Schulterverletzungen
- eine Übersicht -

Gleichzeitiger Schlüsselbeinbruch und Schulterblattbruch mit instabiler Situation
( sog. floating shoulder ).
Einleitung - Schulterverletzungen
Verletzungen, Stürze, Traumen können an der Schulter die unterschiedlichsten Strukturen treffen
Häufige Schulterverletzungen
Meistens sind die Kräfte eines Sturzes nicht so stark, dass sie tiefere Strukturen einer betroffenen Schulter erreichen. Sie bleiben an der Oberfläche und erreichen die Haut und das Unterhautfettgewebe der Schulter. Die mit Abstand häufigsten Verletzungen an einer Schulter sind Prellungen und Blutergüsse
Knöcherne Verletzungen an der Schulter:
Kommt es zu einer stärkeren Gewalteinwirkung werden die Knochen in der Tiefe einer Schulter erreicht. Im einfachsten Fall kann es zu schwereren Quetschungen , d.h. Knochenquetschungen ( sog. bone bruise ), an der Schulter kommen. Es sind Quetschungen, welche stärker als die Weichteilquetschungen ( einfache Schulterprellung ) sind. Die Kräfte sind aber nicht so stark, dass Knochen brechen würden. Dennoch können diese Knochenquetschungen ( bone bruise ) an der Schulter viele Wochen bis einige Monate Schmerzen bereiten.
Brechen können an der Schulter die unterschiedlichsten Knochen. Es kann zu Oberarmkopfbrüchen kommen oder auch zu Schlüsselbeinbrüchen. Das Schulterblatt - mit seinen knöchernen Ausziehungen, dem Rabenschnabelfortsatz ( Coracoid ), dem Schulterdach ( Akromion ) oder Schulterpfanne kann ebenso brechen.
Sehnen- und Muskelverletzungen an der Schulter:
Eine regelmässig von Rissen und Zerrungen betroffene Region ist die Muskulatur und deren Sehnen an der Schulter. Die Rotatorenmanschette ist oft von Verschleisslöchern betroffen, komplette Löcher oder Teilrisse in der Rotatorenmanschette können aber ebenso durch Unfälle und Stürze zustandekommen. Regelmäsig auftretende Nachtschmerzen sind für nicht verheilende Sehnen- und Muskelrisse typisch.
Reissen kann ebenso die lange Bizepssehne ( sog. Bizepsriss ).
Ausrenkungen und Auskugelungen ( Luxationen ) an der Schulter:
Am häufigsten sind Ausrenkungen und Auskugelungen ( Schulterluxationen ) infolge von Stürzen auf den Arm. Dabei kugelt der Oberarmkopf aus der Schulterpfanne aus.
Ausrenken kann ebenso ein Nebengelenk der Schulter, und zwar das Schultereckgelenk. Man spricht in solchen Fällen von Schultereckgelenksprengungen.
Sportverletzungen an der Schulter:
Je nach Sportart gibt es die unterschiedlichsten und zum Teil sehr spezielle Verletzungen im Bereich der Schulter. Näheres dazu erfahren Sie hier.
Knorpelverletzungen an der Schulter:
Verhältnismässig selten treten Verletzungen des Knorpels auf der Schulterpfanne oder dem Oberarmkopf auf. Knorpelverletzungen machen lange Zeit und unentdeckt hartnäckige Schulterbeschwerden nach Stürzen und werden meistens anlässlich einer Schulterarthroskopie endeckt und behandelt. Auch für Sportarten wie Bodybuilding / dem Kraftsport oder Kampfsportarten sind traumatische Knorpeldefekte typisch.
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