Inhalt:
Was ist es ?
Entstehung
Häufigkeit
Symptome
Diagnostik
Therapie
Nachbehandlung
Prognose
Vorbeugung
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Die Schulterarthroskopie
Der endoskopische Blick durch´s Schlüsselloch in das Schultergelenk
08.09.2009
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Ganglion / Zysten der Schulter

Zyste, Ganglion, spionskapuläre Ganglien, Schulter

Spinoskapuläres Ganglion: Kernspintomographische Frontalansicht
Hier lesen Sie:
Was ist ein Ganglion / Zyste an der Schulter ?
Wie entsteht ein Ganglion / Zyste an der Schulter ?
Wie häufig ist ein Ganglion / Zyste an der Schulter ?
Was merkt man bei einem Ganglion / Zyste an der Schulter ?
Wie erkennt man ein Ganglion / Zyste an der Schulter ?
Wie behandelt man ein Ganglion / Zyste an der Schulter ?
Wie ist die Prognose eines Ganglion / Zyste an der Schulter ?

 

Was ist ein Ganglion / Zyste an der Schulter ? ( Definition )
Es handelt sich um eine Raumforderung an der Schulter, welche meistens hinten – an der Rückfläche des Schulterblattes, zum Schultergelenk hin liegt. Meistens haben diese Zysten / Ganglien einen Durchmesser zwischen 1 und 2 cm.
Selten können solche Zyste in den Weichteilen der Schulter auch andernorts liegen.
Es damit nicht die häufig anzutreffenden, degenerativen, Zysten im Knochen des Oberarmkopfes gemeint.
 
Wie entsteht ein Ganglion / Zyste an der Schulter ? (Ätiologie )
Der genaue Mechanismus der Entstehung einer solche Schulterzyste / spinoskapulären Ganglion ist nicht bekannt. Heutzutage geht man davon aus, daß ein Defekt / Loch – spontan bei Verschleiss an der Knorpellippe ( Labrumdegeneration ) oder traumatisch - in der hinteren Schulterkapsel oder an der Knorpellippe entsteht, durch den Gelenkflüssigkeit in eine Aussackung läuft und das Ganglion bildet.
 
Wie häufig ist ein Ganglion / Zyste an der Schulter ? ( Epidemiologie )
Spinoskapuläre Ganglien sind selten. Manche Arbeiten beschreiben eine Häufigkeit von 2 bis 4% in einer Bevölkerung, wobei die Zahl eher geringer sein dürfte. Es sind eher Männer betroffen und zwar im Alter zwischen 30 bis 50 Jahren.
 
Was merkt man bei einem Ganglion / Zyste an der Schulter ? ( Symptome )
Die Betroffenen bemerken einen – meist ohne äusseren Anlass und spontan einsetzenden – Schmerz in der Schulter. Er wird regelmässig oben auf der Schulter oder hinten empfunden.
Ein solches Schulterganglion kann mit einer Schwäche beim Aussendrehen des Armes einhergehen.
Örtlich findet sich regelmässig ein Druckschmerz über den Zysten, und zwar an der Schulterrückseite.
Eine Schwellung über dem Ganglion ist nur selten zu erkennen oder zu tasten.
Besteht die Zyste schon längere Zeit und drückt auf den Nerv ( Nervus suprascapularis ), kann man eine Verschmächtigung der Muskeln an der Rückseite der Schulter ( Infraspinatus und Teres minor Muskel ) in Einzelfällen erkennen ( sog. Kompressionsneuropathie des Nervus suprascapularis ).
Regelmässig sind Tätigkeiten in und über Schulterhöhe schmerzhaft ( Wurfbewegungen, Fensterputzen, etc. ).

 

Wie erkennt man ein Ganglion / Zyste an der Schulter ? ( Diagnostik )
Die Schulterzysten sind gut mittels Ultraschall / Sonographie sichtbar zu machen.
Ein weiteres Standardverfahren zur Diagnostik spinoskapulärer Ganglien ist die Kernspintomographie der Schulter. Unter Umständen kann man im MRT der Schulter begleitende SLAP Läsionen oder Schäden an der Knorpellippe der Schulterpfanne erkennen. Das Kernspintomogramm gilt gegenwärtig als der Goldstandard in der Diagnostik dieser Schulterzysten.
Hilfreich kann auch eine zusätzliche neurologische Untersuchung und ggf. Nervenleitgeschwindigkeitsmessung / Elektromyogramm ( NLG / EMG ) des Nervus suprascapularis sein, auf den das Ganglion drücken kann.
Unter Umständen kann ein EMG ( Elektromyogramm ) falsch negativ sein.

 

Ganglion, Zyste, spinoskapuläre Ganglien, Schulter

 

Wie wird ein Ganglion / Zyste an der Schulter behandelt ? ( Therapie )
Die Standardtherapie für diese Zysten der Schulter ist die arthroskopische Entlastung. Sie werden an ihrem Ansatz, an der rückwärtigen Schulterkapsel mit dem Arthroskop aufgesucht, eröffnet und meistens endoskopisch dekomprimiert.
Je nach Lage und Ausdehnung kann es manchmal notwendig werden die spinoskapulären Ganglien an der Schulter offen operativ über einen Schnitt auszuräumen.
Begleitende SLAP Läsionen oder Schäden an der Knorpellippe werden arthroskopisch mitbehandelt.

 

Nachbehandlung / Verlauf ( Rehabilitation )
Nach der Entfernung darf der Arm aktiv – beschwerdeangepasst – bewegt und belastet werden. Je nach beruflicher Tätigkeit wird die Arbeitsfähigkeit nach 1 bis 6 Wochen erreicht. Die meisten Patienten erreichen nach der arthroskopischen Dekompression binnen einiger Wochen – und fast immer innerhalb der ersten sechs Monate nach der Operation – die Beschwerdefreiheit.
 
Wie ist die Prognose eines Ganglion / Zyste an der Schulter ?
Wenn die Zysten beseitigt werden ist die Prognose gut. Fast immer treten sie nach der operativen Entfernung nicht mehr auf.
 
Vorbeugung eines Ganglion / Zyste an der Schulter:
Vorbeugende Massnahmen gibt es nicht.

 

Ähnliche Begriffe ( Synonyme )
Schulterzyste, spinoscapuläres Ganglion, Schulterganglion, glenohumerale Zyste, glenohumerale Cyste, glenohumerales Ganglion, paraglenoidale glenohumerale Ganglionzyste

 
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