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Enchondrome der Schulter und
des Oberarmes

- ein gutartiger Knorpeltumor -

 

Enchondrom Schulter, Oberarmkopf, Röntgen
Typisches Enchondrom im rechten Oberarmkopf ( schwarzer Pfeil ). Zufallsbefund und aufgefallen im Röntgen bei starken Schulterschmerzen eines sich
auflösenden Kalkdepots ( schmale Sichel direkt über dem Oberarmkopf ).
 
Hier erfahren Sie:
Was ist ein Enchondrom ?
Wie entsteht ein Enchondrom an der Schulter und Oberarmkopf ?
Enchondrom-Typen
Was merkt man bei einem Enchondrom ?
Wie stellt man ein Enchondrom an Schulter und Oberarm fest ?
Wie behandelt man ein Enchondrom an der Schulter und Oberarm ?
Wie ist Prognose eines Enchondromes an der Schulter und Oberarm ?

 

 

Was ist ein Enchonchrom ?
Ein Enchondrom ist ein gutartiger Knorpeltumor, welcher sich im Bereich der Schulter fast immer im Oberamkopf befindet. Er kann aber auch an anderen Knochen des Körpers, wie z.B. dem Oberschenkel, Füssen, oder Fingern auftreten. Sind mehrfache Enchondrome vorhanden bezeichnet man das auch als Morbus Ollier. Liegen neben den Enchondromanteilen auch Bereiche von Hämangiomen feingeweblich vor, bezeichnet man das ganze als Maffuci-Syndrom.

 

Wie entsteht ein Enchondrom ?
Über die Entstehung des Enchondromes ist bis heute wenig bekannt. Erbliche Ursachen werden vermutet. Ebenso gibt es Hinweise auf eine unregelmässige Verteilung von Knorpelzellen während des frühen Wachstums - vielleicht auch schon im Mutterleib.

 

Enchondrom-Typen:
Das Enchondrom ist zu unterscheiden von dem bösartigen Chondromsarkom und der Übergangsform / Mischform.

 

Was merkt man bei einem Enchondrom an der Schulter ?
Fast immer machen Enchondrome keine Probleme. Sie werden regelmässig als Zufallsbefunde auf Röntgen- oder Kernspintomgraphiebildern entdeckt. Dann haben die beklagten Schmerzen in der Schulter nicht unbedingt mit dem Enchondrom zu tun. Es liegt dann eine zweite Schultererkrankung oder - verletzung vor ( siehe Röntgenbild, ganz oben auf dieser Seite ).

 

Wie stellt man ein Enchondrom an Schulter und Oberarm fest ?
Ein Röntgenbild der Schulter zeigt meistens bereits das Enchondrom - fast immer im Oberarmkopf gelegen. Neben Verkalkungsinseln sind Zonen vermehrter Durchsichtigkeit von unterschiedlicher, oft rundlicher Form, zu erkennen. Bestätigung findet der Befund im Kernspintomogramm der Schulter. Dabei ist auch auf andere Ursachen von Schulterbeschwerden zu beachten - so sie vorhanden sind. Hilfreich kann auch das Anfertigen eines Szintigrammes vom Skelett sein. Die Blutwerte sind praktisch immer unauffällig.
Letzendlich beweisend ist der feingewebliche Befund, den man während einer ersten Operation, meistens minimal-invasiv als Nadelbiopsie, aus dem Oberarmkopf / Schulter entnimmt. Manchmal ist es auch notwendig eine offene Gewebeprobe über einen kleineren Schnitt zu gewinnen ( sog. offen Stanzbiopsie ).

 

Kernspintomogramm eines Enchondromes im Oberarmkopf / Schulter

Kernspintomgramm linke Schulter. Typisches Enchondroms ( weisse Zone ) im linken Oberarmkopf.

 

Wie behandelt man ein Enchondrom an der Schulter und Oberarm ?
Die meisten Enchondrome der Schulter liegen im Oberarmkopf und somit stammnah, was bedeutet, dass sie - bedingt durch ihre Lage im Oberarmkopf - nahe am Rumpf liegen. Solche stammnahen Enchondrome gelten medizinisch als problematisch, weil sie im Laufe der Zeit bösartig entarten können. Deshalb gehören sie biopsiert. Was bedeutet, dass man eine Gewebeprobe entnimmt und das gewonnene Knochengewebe unter dem Mikroskop im Labor untersucht. Bestätigt sich die Diagnose des stammnahen Enchondromes, gehört dieses ausgeräumt. Man entfernt dann - während eines späteren, zweiten, operativen Eingriffes - den Enchondromherd aus dem Knochen und füllt den entstehenden Defekt mit einem Knochentransplantat auf.

Enchondromentfernung aus dem Obarmkopf, Röntgen

 

Wie ist Prognose eines Enchondromes ?
Unbehandelt können stammnahe Enchondrom, wie z.B. das im Oberarmkopf, bösartig entarten. Stammferne Enchondrome, z.B. in Fingern oder Zehen, können u.U. klinisch, röntgenologisch und kernspintomographisch mittels klinischer Kontrollen beim Arzt beobachtet werden. Beim Morbus Ollier und Mafucci-Syndrom ist die Wahrscheinlichkeit des bösartigen Entartens hoch.
 
 
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