Lexikon Schulter
An dieser Stelle finden Sie ein Lexikon zahlreicher Begriffe rund um die Schulter. Die Erklärung des "Fachchinesisch" soll es Ihnen erleichtern, Arztbriefe besser zu verstehen, Ihrem Behandler Ihre Probleme näher zubringen, uvm.
Viel Spass !
Abbot Test: Klinischer Untersuchungstest an der Schulter, um krankhafte Zustände an der langen Bizepssehnen zu diagnostizieren.
Abduktion: Abspreizung ( des Armes in der Schulter )
Abrasionsarthroplastik: endoskopische Knorpelglättung eines abgeriebenen Knorpels an Oberarmkopf oder Schulterpfanne bei Verschleiss des Schultergelenkes.
Abrasionszeichen: Auch " Abrasion Zeichen " oder " abrasion sign " genannt. Klinischer Untersuchungsbefund, der auf einen Rotatorenmanschettenriss hinweist.
AC Gelenk: Schultereckgelenk. Es wird vom äusseren Schlüsselbeinende und dem inneren Anteil des Schulterdaches gebildet. Hier findet sich sehr häufig ein Verschleiss.
ACG Gelenk: siehe: AC Gelenk.
AC Sprengung: Siehe "Schultereckgelenksprengung"
Acromionicer: siehe: Akromionizer
Adduktion: Anspreizung ( des Armes in der Schulter )
Adhäsionen: Verklebungen ( in der Schulter )
akromioclavikuläre Bänder: Bänder, welche das äussere Schlüsselbeinende mit dem Schulterdach verbinden und das Schultereckgelenk stabilisieren. Sie können bei der Schultereckgelenksprengung überdehnen oder zerreissen.
Akromioclavikulargelenk: siehe AC Gelenk. Weitere Informationen finden Sie auch hier.
Akromioclavikulargelenksprengung: Siehe "Schultereckgelenksprengung"
Akromion: dt: Schulterhöhe. Knöcherne Ausziehung des Schulterblattes, welche den Oberarmkopf knöchern überdacht. Näheres erfahren Sie hier.
Akromionizer: Endoskopieinstrument. Walzenförmige Miniaturfräse mit der man Knochen am Schulterdach abträgt und glättet. Näheres finden Sie hier.
Akromioplastik: Abtragung von Knochen am Schulterdach. Näheres finden Sie hier.
ALPSA Läsion: endoskopisch sichtbarer alter Schaden an der Knorpellippe bei Instabilitäten. Die Knorpellipe ist nach innen umgeschlagen und zurückgezogen.
AMBRII Läsion: englischsprachige Abkürzung für: " atraumatic, multidirectional, bilateral, rehabilitation, inferior capsular shift, rotator intervall closure". Bedeutet: eine nicht traumatische, anlagebedingte Instabilität der Schulter in mehreren Richtungen. Sie wird i.d. Regel durch Rehabilitation konservativ behandelt, ansonsten mittels einer unteren operativen Kapselraffung und Verschluss der geweiteten Kapsel vorne.
anterior: Bedeutet "vorne", z.B. spricht von von einer anterioren Schulterinstabilität, wenn man eine Schulterinstabilität in die vordere Richtung meint. Siehe auch: "ventral".
anterosuperior: " vorne oben gelegen ". Das wird z.B. zur Bezeichnung der Lage von Rotatorenmanschettenrissen verwandt.
Antiphlogistika: siehe NSAR
APIT Läsion: Englische Abkürzung für " anteroposterior instability in the throwing athlete ". Gemeint ist eine Instabilität beim Wurfsportler, welche aus einem kombinierten Schaden des Rotatorenintervalls mit einem Schaden an der Sehne des Infraspinatusmuskels einhergeht.
APCL: Abkürzung für "arthroskopisch pankapsuläre Plicatur". Ein endoskopisches Operationsverfahren, welches zur Stabilisierung multidirektionaler Schulterinstabilitäten verwandt wird.
ARAC: Abkürzung für: "arthroskopische Resektion des AC ( Schultereck-) Gelenkes".
Artefakt: Bedeutet soviel wie "Kunstprodukt". Ein Befund wird durch äussere oder innere Einwirkung verfälscht. Beispiel: Ein Rotatorenmanschettenriss wurde genäht und zur Naht wurden Nahtanker verwandt. Eine anschliessende Kontrolle der Einheilung dieser Sehne, z.B. im Kernspintomogramm, ist deutlich erschwert, weil die Signale dieses Ankermateriales eine vernünftige Beurteilung der Sehneneinheilung nicht möglich machen.
Arthrodese: operative Versteifung eines Gelenkes
Arthro CT: Computertomogramm, welches mit der Gabe von Kontrastmitteln ins Schultergelenk kombiniert wird. Man wendet das z.B. bei der Diagnostik von Schulterinstabilitäten an.
Arthro MRT: Kernspintomographie, welche mit der Gabe von Kontrastmittel , wie z.B. Gadolinium, durchgeführt wird. Die Kontrastmittelgabe erleichtert das Erkennen von z.B. SLAP Läsionen oder Schulterinstabilitäten.
Arthrose: Gelenkverschleiss ( in der Schulter )
Arthroskopie: die Spiegelung eines ( Schulter ) Gelenkes. Mittels spezieller Kameras blickt man durch das Schlüsselloch in die Schulter hinein und kann das Bild des Schulterinnenraumes am Fernseher betrachten. Operative Eingriffe können mittels spezieller Instrumente vorgenommen werden. Im Videobereich können Sie sich eine Schulterarthroskopie und endoskopische Operationen an der Schulter ansehen.
ASD: Arthroskopisch subakromiale Dekompression. Operation, diebeim Impingementsyndrom durchgeführt wird.
ASTE: Physiotherapeutische / krankengymnastische Abkürzung für "Ausgangsstellung"
Atraumatische Schulterinstabilität: Schulterinstabilität, welche durch anlagebedingte Faktoren, ohne Unfall oder Sturz, z.B. auf dem Boden zu weicher / elastischer Kapseln und Bändern entsteht. Näheres dazu können Sie hier nachlesen.
Aussenrotationsorthese: Schiene zur Ruhigstellung und nichtoperativen behandlung des Armes nach Schulterluxationen. Der Arm wird in Aussendrehung ruhiggestellt. Man will mit diesem Konzept die Entwicklung von Schulterinstabilitäten verhindert.
Axilla: Achselhöhle
Bankart Läsion: Riss der Knorpellippe am vorderen unteren Schulterpfannenrand. Sie tritt regelmässig bei Schulterausrenkungen auf. Näheres siehe hier.
Beach Chair Position: engl.="Liegestuhlposition". Typische Lagerung in der man Schultern operiert.
Biopsie: operative Entnahme einer Gewebeprobe ( z.B. zur Abklärung unklarer Raumforderungen an der Schulter )
bipolare Schulterprothese: Künstliches Schultergelenk mit doppelt gelagertem Kopf zur Versorgung eines Schulterverschleisses, der mit einem grösseren Defekt in der Rotatorenmanschette verbunden ist.
Bizepspulley: siehe: Pulley
Bizepssehnenruptur: Riss der langen Bizepssehne. In der Regel wird darunter ein körpernaher Riss der langen Bizepssehne verstanden. Es gibt auch körperferne Bizepsrisse in Höhe des Ellenbogens. Das Video eines Bizepssehenrisses können Sie sich hier ansehen.
Bone Bruise: Englischer Begriff für " Knochenquetschung ". Man erkennt es im Kernspintomogramm.
Bursa subakromialis: Schleimbeutel zwischen Schulterdach ( Akromion ) und Rotatorenmanschette. Häufiger Ort von Entzündungen und damit einhergehenden Schmerzen an der Schulter.
Bursektomie: operative Schleimbeutelentfernung ( an der Schulter )
Bursitis: Schleimbeutelentzündung. An der Schulter in der Regel als Bursitis subakromialis, das bedeutet der Schleimbeutel zwischen Schulterdach und Oberarmkopf ist entzündet und verursacht eine Einklemmung, d.h. Impingement.
Bursitis calcarea: Kalkdepot an der Schulter, entweder in der Sehne gelegen oder im Schleimbeutel unter dem Schulterdach. Weiteres dazu können Sie hier nachlesen.
Bursitis kalkarea: Siehe " Bursitis calcarea "
Bursitis subacromialis: Entzündeter Schleimbeutel unter dem Schulterdach beim Impingementsyndrom. Er heilt manchmal durch nicht operative Therapie aus oder wird endoskopisch operativ entfernt.
Bursitis subakromialis: Siehe Bursitis subacromialis
Bursoskopie: Spiegelung des Schleimbeutels unter dem Schulterdach. Die Bursoskopie wird bei der Spiegelung der Schulter fast immer mit durchgeführt. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Capsular Shift: OP Verfahren zur Schulterstabilisierung. Siehe: Kapselshift
Chondromatose: siehe "synoviale Chondromatose". Weitere Informationen finden Sie hier.
Chondroplastik: siehe: Abrasionsarthroplastik
Clavikula: siehe: Klavikula
Clavikulafraktur: siehe: Klavikulafraktur
Clavikulektomie: teilweise ( = partielle Clavikulektomie ) oder komplette ( totale Clavikulektomie ) des Schlüsselbeines. Notwendig ist das z.B. bei Tumoren oder chronischen Vereiterungen des Schlüsselbeines.
Computertomogramm: Siehe -> " Computertomographie "
Computertomographie: Schichtbildgebendes Verfahren an der Schulter, z.B. zur Darstellung von Oberarmkopfbrüchen, OP Planung von Schulterprothesen. Es besteht die Möglichkeit der 3D Darstellung von Schultererkrankungen. Weiteres können Sie hier nachlesen.
Constant Score: in Deutschland und Europa gebräuchliches Erfassungssystem für die Schultersituation – mit Hinblick auf beispielsweise: Schmerz, Funktion, Einsetzbarkeit im Alltag. Das Punktesystem dient der Beschreibung der Schultereinsetzbarkeit. bzw wird bei wissenschaftlichen Studien zwecks Vergleichbarkeit von Ergebnissen nach best. Behandlungen ( i.d. Regel Operationen ) herangezogen.
Copeland Schulter: siehe auch "Cup Prothese". Weitere Informationen finden Sie hier.
coracoclavikuläre Bänder: Bänder, welche den Rabenschnabelfortsatz, das. sog. Coracoid, mit dem Schlüsselbein verbinden. Im Wesentlichen sind es 2 Bänder, das Ligamentum conoideum und trapezoideum. Von Bedeutung sind diese Bänder bei der Schultereckgelenksprengung wo sie entweder eine Überdehnung erfahren oder in Teilen bzw. vollständig zerreissen.
coracoclavikuläres Gelenk: in der Regel angeborenes, ansonsten ( in der Normalbevölkerung ) nicht vorhandenes Gelenk zwischen Schlüsselbein ( med.: Clavikula ) und Rabenschnabelfortsatz ( med.: Coracoid ) des Schulterblattes. Es findet sich bei etwa 0,4 bis 1,2 % der Bevölkerung. Häufiger als in Europa und Nordamerika ist es in Asien anzutreffen. Eine Verbindung mit Erkrankungen wie Rheuma, Bechterew und Stoffwechselstörungen wie dem Hyperparathyreoidismus ist beschrieben. Es kann insbesondere Schmerzen verrusachen, wenn sich ein Verschleiss dieses Gelenkes einstellt.
coracohumerale Bänder: Siehe -> " coracohumerale Ligamente "
coracohumerale Ligamente: Bänder, welche von Coracoid ( Rabenschnabelfortsatz des Schulterblattes ) zum Oberarmkopf verlaufen. Es gibt einen inneren ( medialen ) und äusseren ( lateralen ) Schenkel, welche die lange Bizepssehne an ihrem Eintritt in die knöcherne Rinne am Oberarmkopf gegen Ausrenkungen schützen. Die coracohumeralen Bänder gehören zum Pulley, der Weichteilführungsschlinge, die die lange Bizepssehne stabilisiert. Weiteres zum Aufbau / Anatomie der Schulter können Sie hier nachlesen.
Coracoid: Siehe: "Koracoid"
CPM = englische Abkürzung für "continous passive motion". An der Schulter findet die CPM in Form von motorisierten Stühlen / Bewegungsschienen manchmal Anwendung.
CT: Siehe -> " Computertomographie "
Cup Prothese: kleinste Form des künstlichen Gelenkersatzes an der Schulter. Es handelt sich um einen sog. Oberflächenersatz. Ein Kappe überkleidet die Kugel des Oberarmkopfes. Näheres erfahren Sie hier.
Dawbarn Zeichen: klinisches Untersuchungsverfahren / Untersuchungstest zur Diagnostik von Rotatorenmanschettenrissen.
Dislokation: Ausrenkung der Schulter. Siehe auch "Schulterluxation". Näheres dazu können Sie hier nachlesen.
Dead Arm Syndrom: Plötzlich einschiessende Taubheit und heftige Schmerzen in den Arm als Symptom einer Schulterinstabilität.
Defektarthropathie: sehr grosser ( Massen-) Riss der Rotatorenmanschette.
Defille Erweiterung: Arthroskopisch oder offen operatives Vorgehen um einen Engpass unter dem Schulterdach beim Impingementsyndrom zu beseitigen. Siehe auch Akromioplastik.
Dekompression: Weiteres dazu erfahren Sie hier. Siehe auch " Akromioplastik"
Deltaprothese: künstliches Schultergelenk mit umgekehrtem Konstruktionsprinzip ( Kopf an der Pfanne und Pfanne am Schaft ). Sie findet z.B. ihren Einsatz bei Verschleiss der Schulter mit gleichzeitig bestehendem grossen Defekt der Muskelmanschette. Näheres erfahren Sie hier.
deltoideopectoraler Zugang: siehe -> deltoideopektoraler Zugang
deltoideopektoraler Zugang: Operationszugang für offene oerative Eingriffe an der Schulter, beispielsweise zum Einbau einer Schulterprothese oder Schulterstabilisierung.
Deltoideus: Deltamuskel. Kappenförmiger Muskel, welcher die Schulter vorne, seitlich und hinten umgibt. Er ist u.a. für das Seitwärtsführen zuständig.
Desault: Der Desault Verband ist ein Verband, welcher zur Ruhigstellung der Schulter, z.B. nach Schulterluxationen, verwandt wird.
dorsal: Bedeutet " hinten ": Man spricht von dorsalen Schulterinstabilitäten, wenn man Ausrenkungen der Schulter in die Richtung nach hinten meint. Siehe auch. " posterior ".
Drop Arm Zeichen: Klinischer Untersuchungsbefund und - test, der auf einen grösseren Riss in der Rotatorenmanschette hinweist.
Drop Zeichen: Klinischer Untersuchungsbefund und - test. Er gehört zu den sog. Lag Zeichen ( lag = englisch: hinterherhinken, nachhängen ) und weist auf einen grösseren Defekt / Riss in der Rotatorenmanschette hin.
Duokopfprothese: Siehe " bipolare Schulterprothese "
Empty Can Test ( nach Jobe ): Schulteruntersuchungstest zum Nachweis von Rissen in der Rotatorenmanschette.
Enchondromatose: siehe: Morbus Ollier
Endoskopie: siehe "Arthroskopie"
ESD: Abkürzung für "endoskopisch subakromiale Dekompression". Nähere Informationen zu diesem endoskopischen OP Verfahren finden Sie hier.
ESWA: siehe ESWT
ESWT: Abkürzung für: "Extrakorporale Stosswellentherapie" - auch Lithotripsie genannt. Nicht operatives Verfahren das zur Beseitigung von Kalkdepots an der Schulter Anwendung findet.
ETACS: Abkürzung für: „elektrothermisch assistierte Kapselschrumpfung“. Gemeint ist das Schrumpfen der Schultergelenkkapsel als endoskopischer Eingriff unter Verwendung einer Elektrode. Alternativ wird die Lasertechnik zur Kapselschrumpfung an der Schulter verwandt.
Extension: Streckung ( des Armes in der Schulter )
Flexion: Beugung ( des Armes in der Schulter )
Floating Shoulder: seltener, gleichzeitiger Bruch von Schlüsselbein und Schulterblatthals
Fornix humeri: das Schulterdach. Es besteht aus der Schulterhöhe ( Akromion ) und dem Band zwischen dem Vorderrand der Schulterhöhe und dem Rabenschnabelfortsatz ( Ligamentum coracoacromiale ). Näheres erfahren Sie hier.
Footprint: Ansatzzone der Rotatorenmanschette, insbesondere des Supraspinatus und Infraspinatusmuskels am Oberarmkopf.
Frozen Shoulder: engl. Begriff für: Schultersteife.
Full Can Test ( nach Jobe ): Schulteruntersuchungstest zum Nachweis von Defekten in der Rotatorenmanschette.
Gilchrist Verband: Verband zur Fixierung des Armes am Rumpf, um die betroffene Schulter zu schonen / ruhigzustellen, z.B. nach Ausrenkungen der Schulter.
Gilchrist Test: Klinischer Untersuchungstest an der Schulter, um krankhafte Zustände an der langen Bizepssehnen festzustellen.
Gilchrist Zeichen: Siehe " Gilchrist Test ".
GIRD: Englische Abkürzung für " glenohumeral internal rotational deficit ". Es bedeutet, daß beim Wurfsportler - weil er viele aushohlende / werfende Tätigkeiten ausübt - die Innenrotation in der Wurfschulter / dem dominanten Arm vermindert ist (wohingegen die Aussendrehfähigkeit vermehrt ist ). Weiteres dazu können Sie hier nachlesen.
GLAD Läsion: Beschädigung des Schulterpfannenknorpels nahe der Knorpellippe bei gleichzeitig bestehendem inkompletten Einriss der Knorpellippe. Sie tritt bei Instabilitäten des Schultergelenkes auf.
glenohumeral: das Schulterhauptgelenk betreffend
glenohumerale Bänder: Siehe -> " glenohumerale Ligamente "
glenohumerale Ligamente: Kapselbänder zwischen der Schulterpfanne und dem Oberarmkopf, welche die Schulter stabilisieren und vor Schulterinstabilitäten schützen. Es gibt ein vorderes, oberes; vorderes, mittleres; vorderes, unteres und hinteres unteres glenohumerales Band. Weiteres zum Aufbau der Schulter können Sie hier nachlesen.
Glenohumeralgelenk: Das " Gelenk zwischen Schulterpfanne und Oberarmkopf", also das Schulterhauptgelenk. Näheres zum Aufbau / Anatomie der Schulter finden Sie hier.
Glenoid: Schulterpfanne
Glenoidersatz: Einbau einer künstlichen Schulterpfanne. Siehe auch Hemiarthroplastik oder Totalarthroplastik.
Graft Rope: Operationstechnik zur Stabilisierung von Sprengungen des Schultereckgelenkes, unter Verwendung einer körpereigenen Sehne ( Semitendinosus- oder Gracilissehne ). Diese Form der Stabilisierung wird arthroskopisch oder minimalinvasiv durchgeführt.
Grammont Prothese: siehe: "Deltaprothese". Weitere Informationen finden Sie hier.
habituell: Bedeutet übersetzt "gewohnheitsmässig". Angewandt wird dieser Begriff zur Klassifikation / Bezeichnung von Ausrenkungen der Schulter. Man spricht von habituellen Schulterinstabilitäten.
HAGL Läsion: Abkürzung des englischen Begriffes "humeral avulsion of glenohumeral ligament". Teile des Ansatzes der Schultergelenkkapsel sind bei Schulterausrenkungen / Schulterluxationen vorne unten am Oberarmkopf abgerissen.
Hemiarthroplastik: siehe Hemiprothese
Hemiprothese: künstliches Schultergelenk, bei dem nur eine Seite des Gelenkes, und zwar in derb Regel der Oberarmkopf, ersetzt wird. Siehe auch Hemiarthroplastik. Weitere Informationen finden Sie hier.
Hill Sachs Delle: Siehe -> " Hill-Sachs Läsion "
Hill Sachs Kerbe: Siehe -> " Hill-Sachs Läsion "
Hill Sachs Läsion: knöcherne Einkerbung an der Hinteraussenseite des Oberarmkopfes als Folge von vorderen unteren Schulterausrenkungen. Näheres siehe hier.
HKN: Abkürzung für Humeruskopfnekrose; siehe: Humeruskopfnekrose
Humeruskopffraktur: Bruch des Oberarmkopfes. Man unterscheidet verschiedene Bruchformen, welche z.T. ohne und manchmal mit einer Operation versorgt werden.
Humeruskopfnekrose: aus noch unbekannter Ursache stirbt der Knochen des Oberarmkopfes ab. Es handelt sich sozusagen um einen Knochentod des Oberarmkopfes. Näheres erfahren Sie hier. Es handelt sich um eine seltene Erkrankung der Schulter.
HWS: Abkürzung für: Halswirbelsäule
Impingement: Begriff aus dem angloamerikanischen Sprachraum. Er bedeutet "Einklemmung". Der Orthopäde kennt eine Reihe verschiedener Impingements an unterschiedlichsten Gelenken. An der Schulter ist damit eine Einklemmung im Bereich des Schulterdaches gemeint. Sie kann durch anlagebedingte Fehlformen des Schulterdaches, Kalkdepots, uvm zustandekommen.
inferior: Bedeutet " unten ". Eine inferiore Schulterinstabilität bezeichnet ein Austreten des Oberarmkopfes aus der Schulterpfanne heraus nach unten. Siehe auch. " kaudal ".
Infraspinatus: oberer hinterer Muskel der Rotatorenmanschette. Siehe auch: "Rotatorenmanschette". Dritthäufigster von Rissen an der Schulter betroffener Muskel.
inverse Schulterprothese: siehe "Deltaprothese". Näheres erfahren Sie hier.
Kalkschulter: siehe -> Tendinosis calcarea
Kapselmuster: Bewegungseinschränkung an der Schulter, infolge einer Schrumpfung der Schultergelenkkapsel. Klassischerweise sind kombiniert das Vorwärts- und Seitwärtsführen sowie die Aussendrehung eingeschränkt. Informationen zur Schultersteife erhalten Sie hier.
Kapselplicatur: Siehe "Kapselshift"
Kapselshift: Endoskopisch oder offen durchgeführtes OP Verfahren, in Form einer Kapselraffung, bei multidirektionalen Schulterinstabilitäten.
kaudal: Bedeutet " unten ". Eine kaudale Schulterinstabilität ist eine Ausrenkung der Schulter nach unten aus der Schulterpfannen heraus. Siehe auch: " inferior ".
Kernspintomogramm: Siehe -> " Kernspintomographie "
Kernspintomographie: Bildgebendes Untersuchungsverfahren z.B. zur Diagnose von Rotatorenmanschettenrissen, Durchblutungsstörungen / Nekrosen an der Schulter. Weitere Informationen finden Sie hier.
Klavikula: Schlüsselbein
Klavikulafraktur: Bruch des Schlüsselbeines
Klavikulektomie: Siehe -> Clavikulektomie
korakoclavikuläres Gelenk: siehe: "coracoklavikuläres Gelenk"
korakohumerale Bänder: Siehe -> " coracohumerale Ligamente "
korakohumerale Ligamente: Siehe -> " coracohumerale Ligamente "
korakoclavikuläre Bänder: Siehe -> " coracoclavikuläre Bänder"
Korakoid: Dt = Rabenschnabelfortsatz. Knöcherne Ausziehung des Schulterblattes vorne. An ihr setzen verschiedene Muskeln und Bänder an
Kryotherapie: Bedeutet Kältetherapie. Es ist ein nichtoperatives / konservatives Behandlungsverfahren, welches vor und nach Operationen an der Schulter eingesetzt wird, z.B. beim Impingementsyndrom, Rotatorenmanschettenrissen oder Schulterinstabilitäten.
Labrum: Knorpellippe, welche rund um die Schulterpfanne liegt und zur Stabilität der Schulter beiträgt. Näheres erfahren Sie hier. Der Begriff "Labrum" wird mehr von klinisch tätigen Ärzten verwandt. Der Begriff "Limbus" ist ein Begriff der Anatomen.
Labrum glenoidale: Siehe -> " Labrum "
LACS: Abkürzung für: "laserassistierte Kapselschrumpfung", sie findet Anwendung bei Schulterinstabilitäten.
Läsion: Dt. = Beschädigung ( z.B. Rotatorenmanschettenläsion, Bankart Läsion, Hill Sachs Läsion )
Lag Zeichen: Gruppe von klinischen Untersuchungstests, um krankhafte Zustände an der Schulter festzustellen. Dazu gehören das Aussenrotations Lag Zeichen ( auch: external rotation lag sign ), das Drop Zeichen, Delta Extensions Lag Zeichen und Subscapularis Lag Zeichen.
Latarjet Operation: Offene oder arthroskopische Operation zur Stabilisierung der Schulter. Ein Teil des Korakoides wird als Knochenblock versetzt, um die betroffene Schulter zu stabilisieren.
LBS: Abkürzung für: " lange Bizepssehne ". Weiteres können Sie hier nachlesen.
LBS Tendinitis: Entzündung der langen Bizepssehne.
Lennie Test: Klinischer Untersuchungstest für Erkrankungen des Schulterblattes.
Limbus: siehe unter "Labrum"
Limbus glenoidalis: Siehe -> " Labrum "
Lippman Test: Klinischer Untersuchungstest an der Schulter, um krankhafte Zustände an der langen Bizepssehnen festzustellen.
Lithotripsie: siehe ESWT
Lithotrypsie: siehe ESWT
Loop Technik: Auch Naht Loop oder Suture Loop genannt. Nahttechnik für den arthroskopischen Verschluss von Rotatorenmanschettenrissen.
Ludington Test: Klinischer Untersuchungstest an der Schulter , um krankhafte Zustände an der langen Bizepssehne festzustellen.
Luxation: vollständige Ausrenkung ( der Schulter ). Näheres hier.
Luxatio erecta: Auskugelung / Ausrenkung der Schulter nach oben. Das kommt sehr selten vor.
Mason Allen Naht: Besonders reissfeste Nahttechnik zum Verschluss von Rotatoremmanschettenrissen.
Massenruptur: Grosser Riss, d.h. gemeint ist in der Regel ein grosses Loch in der Sehnen / Muskel des Supraspinatus und Infraspinatusmuskels.
Mc Kenzie Zugang: oberer Operationszugang an der Schulter, z.B. angewandt beim Einbau von Schulter Cup Prothesen oder inversen Schulterprothesen.
Mc Laughlin Repair: Teilverschluss von Rissen der Rotatorenmanschette. Es ist ein arthroskopisch oder offen operatives Verfahren zur Behandlung von sehr grossen Defekten der Rotatorenmanschette, welche man nicht mehr vollständig, wegen ihrer Grösse und schlechten Gewebqualität, verschliessen kann. Man spricht auch von einem Mc Laughlin Verschluss oder einer Mc Laughlin Naht.
Mini Open Repair: Offenes Operationsverfahren an der Schulter, welches über besonders kleine Schnitte durchgeführt wird. Es findet Anwendung bei Rissen der Rotatorenmanschette zwecks deren Naht.
Morbus Ollier: seltene angeborene Knochenkrankheit bei der sich mehrere Herde von sog. Enchondromen und Hämangiome im betroffenen Knochenabschnitt finden. Man spricht auch von einer Hemichondrodystrophie; das Längenwachstum der Extremitäten ist im Sinne einer Verkürzung gestört. In der Regel sind die Enchondrome gutartige Knorpelzelltumoren. Sie können aber bösartig entarten. An der Schulter ist in der Regel der Oberarmkopf und / oder Oberarmschaft betroffen.
MR: Abkürzung für Magnetresonanztomographie = Kernspintomographie. Siehe -> " MRT "
MRI: Englische Abkürzung für " magnetic resonance imaging ". Siehe: Kernspintomographie. Weitere Informationen finden Sie hier.
MRT: Abkürzung für: " Magnetresonanztomographie ". Siehe > Kernspintomographie, weiter oben. Weitere Informationen finden Sie hier.
MTI: Abkürzung für: "mikrotraumatische Instabilität". Mikrotraumen spielen insbesondere im ( Hochleistungs-) Sport eine wesentliche Rolle für Schulterschäden. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
multidirektional: Zu Deutsch "in mehrere Richtungen". Ein Begriff, den man für bestimmte Sonderformen der Schulterinstabilität verwendet, der sog. "multidirektionalen Schulterinstabilität"
Mumford Operation: endoskopische oder offene Abtragung des äusseren Schlüsselbeinendes bei Verschleiss am Schultereckgelenk.
Musculus pectoralis major Transfer: Siehe " Pectoralis major Transfer "
Neer Shift: Siehe "T-Shift"
Neer Test: Klinisches Untersuchungsverfahren / Test zur Diagnostik eines Impingementsyndromes sowie Schleimbeutelentzündung ( Bursitis subakromialis ).
Neuraltherapie: Nichtoperatives Therapieverfahren zur Behandlungs von Schultererkrankungen mittels Spritzentherapie.
NSAR: Abkürzung für "nichtsteroidale Antirheumatika". Gängige und häufig eingesetzte Medikamentengruppe zur nichtoperativen behandlung von Schultererkrankungen.
Non Outlet Impingement: Engpassyndrom der Schulter infolge von Veränderungen an Strukturen, welche unter dem Schulterdach verlaufen. Näheres können Sie hier nachlesen.
Oberarmkopfbruch: Siehe Humeruskopffraktur
Oberarmkopfnekrose: siehe: "Humeruskopfnekrose"
Oberflächenersatz: Künstliches Schultergelenk zur Versorgung eines Verschleisses an der Schulter, welches besonders knochensparend eingebaut wird. Näheres dazu lesen Sie hier.
Os akromiale: das Os akromiale ist eine angeborene, verbliebene Fugenbildung im Schulterdach. Sie ist sehr selten und bereitet Schulterschmerzen. Nähere Informationen finden Sie hier. Das Video eines Os akromiale können Sie sich als Low- bzw. High Speed Verbindung ansehen.
Omarthritis: Entzündung im Schultergelenk.
Omarthrose: unter Omarthrose versteht der Fachmann den Verschleiss im Schulterhauptgelenk. Näheres finden Sie hier. Eine Omarthrose können Sie sich auf dem Video als Low- bzw. High Speed Verbindung hier ansehen.
Orthese: Orthopädietechnische Vorrichtung zur Führung der Schulter, beispielsweise nach Operationen, in Form einer Schulterabduktionsorthese, z.B. nach Nähten der Rotatorenmanschette.
OSD: Offene subakromiale Dekompression. Operation, welche beim Impingementsyndrom durchgeführt wird. Sie wird zunehmend durch die ASD = arthroskopisch subakromiale Dekompression abgelöst. Siehe auch : ASD.
Overload: Konzept aus der Sportmedizin. Im Stadium des dynamischen Overload sind Schultererkrankungen noch durch nicht operative Massnahmen heilbar. Ist das Stadium des statischen Overload eingetreten, steht fast im eine Schulteroperation an. Weiters gibt´s hier.
Outlet Impingement: Engpassyndrom der Schulter infolge einer veränderten Architektur des Schulterdaches. Näheres können Sie hier nachlesen. Siehe auch: Non Outlet Impingement.
Painful arc: engl. Begriff. Zu deutsch = schmerzhafter Bogen.
Palm Up Test: Siehe " Speed Test ", unten.
Partialriss: Teilriss
PASTA Läsion: engl. Abkürzung für: "partial articular supraspinatus tendon avulsion"; zu deutsch: gelenkseitiger Teilriss der Rotatorenmanschette, und zwar an der Unterfläche des Supraspinatusmuskels
Patte Test: Klinischer Schulteruntersuchungstest, um Risse und Defekte der Rotatorenmanschette zu diagnostizieren.
Pectoralis major: grosser Brustmuskel
Pectoralis major Ruptur: Riss des grossen Brustmuskels
Pectoralis major Transfer: Operativer Versatz des grossen Brustmuskels. Diese Operationstechnik wird an der Schulter beispielsweise zum Verschluss von grossen Rissen / Defekten der Rotatorenmanschette verwandt.
Periarthropathie: auch Periarthritis oder PHS genannt. Ältere Klassifizierung für verschiedene Krankheitsbilder an der Schulter ( z.B. PHS calcificans, PHS adhäsive, usw. )
Perthes Hill Sachs Läsion: Siehe -> " Hill Sachs Läsion "
Pfannendysplasie: Sihe "Schulterpfannendysplasie"
PHS: bedeutet: Periarthropathia humeroscapularis; veraltete und unspezifische Bezeichnung für Schultererkankungen aller Art; häufig in der 80er Jahren benutzt; Näheres zu den unterschiedlichen Schultererkrankungen finden Sie hier
Plexus brachialis: Nervengeflecht, welches von der Halswirbelsäule in den Schulter-/Arm-/Nackenbereich zieht.
Plicatur: Siehe " Kapselshift ".
Poland Syndrom: Missbildung des Armes, mit fehlendem oder verschmächtigtem Brustmuskel und fehlender oder verschmächtigt ausgebildeter Brust und Brustwarze; fast immer in Kombination mit einer Fehlbildung der gleichseitigen Hand; 1841 von dem englischen Chirurgen Poland beschrieben.
posterior: Bedeutet "hinten". Posteriore Schulterinstabilitäten sind Ausrenkungen des Schultergelenkes nach hinten. Siehe auch: " dorsal ".
Processus coracoideus: Knöcherne Ausziehung des Schulterblattes an dessen Vorderoberseite. Zu Deutsch auch: Rabenschnabelfortsatz. Weiteres zur Anatomie / Aufbau der Schulter können Sie hier nachlesen.
Pseudoparalyse: wörtlich: scheinbare Lähmung, d.h. eine Lähmung ( z.B. der Armbeweglichkeit ) nicht infolge eines Nervenschadens, sondern durch einen Riss ( z. B. frischen Rotatorenmanschettenriss )
Pulley: Führungsapparat der langen Bizepssehne an deren Abgang im Gelenkbereich in Richtung Oberarmschaft. Der Pulley wird von verschieden Weichteilstrukturen gebildet ( Muskeln und Bänder an der Schulter )
Push Lock Anker: Endoskopische Nahtanker zur Fixierung einer gerissenen Rotatorenmanschette. Die Push Lock Anker werden arthroskopisch eingebracht.
RDA: Abkürzung für "Rotatorenmanschettendefektarthropathie". Siehe: "Defektarthropathie"
Rent Zeichen: Untersuchungsbefund, welcher auf einen Rotatorenmanschettenriss hinweist.
Reposition: Einrenkung eines Gelenkes, beispielsweise der Schulter bei einer Ausrenkung.
Rockwood Klassifikation: Klassifikation für Sprengungen des Schultereckgelenkes. Siehe auch: Tossy Klassifikation
Rotatorenintervall: Zone der vorderen oberen Schulterkapselregion zwischen Subscapularis- und Supraspinatusmuskel. Die Kapsel / Muskulatur an der Schulter ist hier am dünnsten.
Rotatorenmanschette: Muskelmanschette, die die Schulter umgibt. Sie sorgt für die Zentrierung des Oberarmkopfes in der Pfanne und ermöglicht Bewegungen der Schulter / des Armes. Sie besteht aus vier Muskeln: dem Supraspinatus, Infraspinatus, Teres minor und Subscapularismuskel. Viele Risse finden sich in Supraspinatusmuskel.
Rotatorenmanschettenmassenruptur: Grosser Defekt / Riss in den Sehnen / Muskeln der Rotatorenmanschette. Weiteres dazu erfahren Sie hier.
SAD: siehe: "ESD". Näheres hier.
SAPHO Syndrom: rheumatische Erkrankung. Im Schulterbereich fällt sie insbesondere wegen Schwellungen am inneren Schlüsselbeinende auf. Sie verursacht aber mehrere weitere Probleme.
SAS: Abkürzung für: "Subakromialsyndrom". Siehe auch: "Impingement". Weitere Informationen finden Sie hier.
Scapula: siehe: "Skapula"
Scapula alata: wörtlich "das flügelförmig abstehende Schulterblatt". Eine eigenständige Erkrankung, die durch unterschiedliche Ursachen zustandekommt. Näheres erfahren Sie hier.
Scapula Pattern: Siehe "Skapula Pattern"
Scapula Settings: siehe: Skapula Settings
Schallauslöschung: Phänomen bei der Ultraschalluntersuchung / Sonographie der Schulter zwecks Nachweis von Kalkdepots bei der Tendinosis calcarea.
Schlüsselbeinfraktur: Bruch des Schlüsselbeines. Weiteres dazu können Sie hier nachlesen.
Schlottergelenk: Allgemeine Bezeichnung für eine instabiles Gelenk des menschlichen Körpers, z.B. an Schulter, Knie oder Spruggelenk. Siehe auch: Schulterinstabilitäten.
Schulter Arm Syndrom: Oberbegriff und unspezifische Bezeichnung für Schultererkrankungen aller Art; Näheres finden Sie hier.
Schulter Arm Schmerzen: Schmerzen im Bereich einer Schulter, mit Ausstrahlung in den Nacken bzw. den Arm, u.U. bis in die Finger. Weitere Informationen erhalten Sie hier
Schulterblattkrachen: ein schmerzhaftes Reiben / Knacken / Springen / Schnappen am Schulterblatt. Näheres dazu finden Sie hier.
Schulterdislokation: Siehe "Schulterluxation". Näheres dazu können Sie hier nachlesen.
Schultereckgelenksprengung: Verletzung des Gelenkes zwischen dem äusseren Schlüsselbein und Schulterhöhe ( Akromion ). Weiteres zur Schultereckgelenksprengung können Sie nachlesen.
Schulterengpassyndrom: siehe "Impingement". Näheres dazu lesen Sie hier.
Schulterkappenprothese: siehe "Cup Prothese" Näheres erfahren Sie hier.
Schulterluxation: Ausrenkung des Schultergelenkes. Näheres dazu können Sie hier nachlesen.
Schulterpfannendysplasie: Angeborene Fehlform der Schulterpfanne, welche zur Entwicklung einer Schulterinstabilität beiträgt und ggf. zu einem frühzeitigen Verschleiss der Schulter führt.
Schulterreposition: Siehe -> " Reposition "
Sick Scapula: Scapula ist der englische Begriff für das Schulterblatt. Das Konzept des "kranken Schulterblattes" spielt insbesondere für Schäden im Sport eine Rolle. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Skapula: Schulterblatt
Skapula Pattern: Physiotherapeutische Übungen für das Schulterblatt, welche zur PNF ( propriozeptive neuromuskuläre Faszilitationen = therapeutische Übungen auf neuromuskulärer Basis ) gehören
Skapula Settings: Physiotherapeutische Übungen für das Schulterblatt, welche zur PNF ( propriozeptive neuromuskuläre Faszilitationen = therapeutische Übungen auf neuromuskulärer Basis ) gehören.
SLAC Läsion: Abkürzung für " superior labrum anterior cuff ". Damit ist eine SLAP Läsion gemeint, d.h. ein Abriss der Knorpellippe am Oberrand der Schulterpfanne, in Verbindung mit einem Teilriss der Sehne des Supraspinatusmuskels an dessen Unterfläche. Weiteres dazu erfahren Sie hier.
SLAP Läsion: die Abkürzung des englischen Begriffes "superior labrum anterior posterior" beschreibt verschiedene Risstypen des Ankers der langen Bizepssehne am oberen Schulterpfannenrand. SLAP Läsionen treten bei Sportarten mit extremer Schulter-/Armbelastung auf ( z.B. Pitcher beim Baseball ). Näheres erfahren Sie hier.
Sonographie: Utraschalluntersuchung der Schulter. Der Ultraschall wird zur Diagnostik, z.B. von Rissen der Rotatorenmanschette wie auch zur Therapie eingesetzt. Weiteres können Sie hier nachlesen.
Speed Test: Klinischer Untersuchungstest zum Nachweis von Rissen in der Rotatorenmanschette und zur Feststellung krankhafter Zustände an der langen Bizepssehne.
Sprengel Deformität: angeborener ein- oder beidseitiger Schulterblatthochstand; benannt nach dem deutschen Ärzten Eulenberg bzw. Sprengel; oft kombiniert mit weiteren Fehlbildungen ( z.B. an der Niere oder Halswirbelsäule / Klippel Feil Syndrom )
Sprengelsche Deformität: siehe -> Sprengel Deformität
Sternoclavikulargelenk: Gelenk zwischen innerem Schlüsselbeinende und Brustbein.
Stosswellentherapie: siehe ESWT
subakromiale Bursitis: Entzündung des Schleimbeutels unter dem Schulterdach - klassischerweise beim subakromialen Impingement. Weiteres dazu lesen Sie hier.
subakromiale Dekompression: Schulteroperation, um eine Enge unter dem Schulterdach zu beseitigen. Weiteres dazu erfahren Sie hier. Siehe auch " Akromioplastik "
subakromiale Enge: siehe "Impingement". Näheres können Sie hier nachlesen.
Subakromialraum: sehr wichtige Zone ausserhalb und oberhalb des Schulterhauptgelenkes. Der Raum zwischen Schulterhöhe ( Akromion ) und dem Oberarmkopf. Der Subakromialraum beherbergt einen Schleimbeutel und die Rotatorenmanschette. Weiteres erfahren Sie hier.
Subscapularis: Vorderer Muskel der Rotatorenmanschette. Siehe auch "Rotatorenmanschette". Er ist für die Innendrehung notwendig.
Subluxation: Teilausrenkung ( der Schulter ) oder auch Beinaheausrenkung genannt. Näheres hier.
Sulcus bicipitalis: Knöcherne Gleitrinne der langen Bizepssehne vorne am Oberarmkopf.
Supraspinatus: Vorderer oberer Muskel der Rotatorenmanschette. Wichtigster Muskel mit Hinblick auf krankhafte Veränderungen. Siehe auch "Rotatorenmanschette".
synoviale Chondromatose: Veränderung der Gelenkschleimhaut, welche zur Bildung zahlreicher freier Gelenkkörper und einer Entzündung der Gelenkschleimhaut an der Schulter führt. Daraus resultiert ein Verschleiss der Schulter und u.U. eine bösartige Entartung. Weiteres können Sie hier lesen.
Synovia: Gelenkschleimhaut. Sie liegt innen an der Schulterkapsel und produziert die Gelenkflüssigkeit.
TAS: Abkürzung des Begriffes "therapeutische Arthroskopie", z.B. als Schulterarthroskopie oder Kniearthroskopie.
Tendinitis: Sehnenreizzustand ( z. B. am Supraspinatusmuskel oder der langen Bizepssehne )
Tendinitis calcarea: siehe "Tendinosis calcarea"
Tendinosis calcarea: darunter versteht man Kalkdepots im Bereich der Schulter. Es handelt sich um eine eigenständige Erkrankung. Eine andere Bezeichnung sind die Begriffe: PHS cacificans, Tendinitis calcarea. Die Ursachen für die Entstehung solcher Kalkdepots sind bis heute nicht vollständig geklärt.
Tenodese: Sehnenbefestigung ( z.B. der langen Bizepssehne )
Tenotomie: Sehnendurchtrennung
Teres minor: hinterer Muskel der Rotatorenmanschette. Siehe auch "Rotatorenmanschette"
Theraband: gummiähnlich Übungsbänder, unterschiedlicher Stärke, welche in der Physiotherapie / Krankengymnastik der Schulter und bei Eigenübungen zum Muskelaufbau benutzt werden
Tight Rope: Operative Befestigungssystem zur Stabilisierung von Schultereckgelenksprengungen, es wird endoskopisch oder minimal-invasiv eingesetzt.
TLA: Abkürzung für "therapeutische Lokalanästhesie". Nichtoperatives Behandlungsverfahren an der Schulter zur Beseitigung von Schmerzen, bei dem vorwiegend örtliche Betäubungsmittel ( Lokalanästhetika ) angewandt werden, um Schmerzen an der Schulter zu beseitigen.
Tossy Klassfikation: Klassifikation für Sprengungen des Schultereckgelenkes. Siehe auch: AC Gelenk
Totalarthroplastik: künstliches Schultergelenk, welches aus einem künstlichen Oberarmkopf mit Schaft auf der einen Seite und auf der Gegenseite aus einer künstliches Schulterpfanne besteht. D.h. beide Gelenkanteile sind künstlich ersetzt- im Gegensatz zur sog. Hemiarthroplastik ( s.o.) bei der nur ein Gelenkanteil künstlich ersetzt wird. Siehe auch Total Shoulder. Weitere Informationen finden Sie hier.
Total Shoulder: siehe Totalarthroplastik
transossär: Bedeutet -> "durch den Knochen". Siehe auch -> transossäre Naht.
Transossäre Naht: Fixieren einer Sehne, z.B. der Sehne des Supraspinatusmuskels, an der Schulter - bei Rotatorenmanschettenrissen, und zwar mittels Nähten deren Enden durch den Knochen des Oberarmkopfes geführt werden.
Traumatische Schulterinstabilität: Schulterinstabilität, welche durch eine Verletzung / Sturz / Unfall zustandekommt. Näheres können Sie hier nachlesen.
Triggerpunkt: Konzept aus der Neuraltherapie. Punkte am menschlichen Körper, welche als besonders empfindlich, schmerzhaft und als Therapiepunkte für Spritzen und Akupressur einsetzbar sind.
Trillat Operation: Offenes Operationsverfahren zur Schulterstabilisierung bei Schulterausrenkungen. Es wird ein Knochenblock vom Coracoid ( Rabenschnabelfortsatz des Schulterblattes ) an den vorderen Schulterpfannenrand versetzt.
T-Shift: Operationsverfahren zur Raffung der Schulterkapsel bei multidirektionalen Schulterinstabilitäten.
TUBS Läsion: englischsprachige Abkürzung für: "traumatic, unilateral, Bankart lesion, surgery". Der klassische Schaden wie er bei mindestens 95% der Schulterausrenkungen entsteht. Näheres lesen Sie hier.
Ultraschalluntersuchung: Siehe: " Sonographie "
Velpeau Phänomen: Hochstand des Oberarmkopfes auf dem Röntgenbild ( infolge eines sehr grossen Risses der Rotatorenmanschette )
ventral: Bedeutet "vorne". Von ventralen Schulterinstabilitäten spricht man, wenn man Ausrenkungen der Schulter oder Teilausrenkungen des Schultergelenkes in die Richtung nach vorne meint. Siehe auch: anterior.
Whipple Test: Klinischer Untersuchungstest zur Diagnose von Rotatorenmanschettenrissen.
Yearguson Test: Klinischer Untersuchungstest an der Schulter, um Erkrankungen der Bizepssehne festzustellen.
Yokum Test: Klinischer Untersuchungstest zur Feststellung von Rissen in der Rotatorenmanschette.
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