Das coracoclavikuläre Gelenk
Was ist es ? Beim sog. "coracoklavikulären Gelenk" handelt es sich um ein - im Normalfall nicht vorhandenes - Gelenk zwischen dem Rabenschnabelfortsatz ( Coracoid ) und dem Schlüsselbein ( Clavikula ). Bei etwa 0,4 und 1,2 Prozent der Bevölkerung findet sich ein solches Gelenk.
Woher kommt es ? Man geht davon aus, dass coracoklavikuläre Gelenke angeboren sind. Bei bestimmten Rassen ( z.B. in Asien ) treten diese Gelenke deutlich häufiger auf, als z.B. in Westeuropa oder Nordamerika.
Was merkt man ? Viele coracoklavikuläre Gelenke machen keine Probleme und werden hin und wieder von Röntgenärzten / Lungenärzten / Internisten zufällig - anlässlich von Lungenaufnahmen - entdeckt. Sie können aber durchaus auch - und vor allem - Schmerzen in der Schulter bereiten. Meistens werden diese Schmerzen oben auf und vorne an der Schulter vom Betroffenen empfunden, sie können auch in den Oberarm ausstrahlen. Insbesondere der Verschleiss in diesem Gelenk bereitet erhebliche Schmerzen. Man muss immer daran denken das Augenmerk nicht nur auf das coracoklavikuläre Gelenk zu richten. Das coracoklavikuläre Gelenk kann durchaus auch keine Schmerzen verursachen und eine ganz andere Schultererkrankung die Probleme bereiten.
Wie stellt man es fest ? Bei der Untersuchung ist das coracoklavikuläre Gelenk als knöchern feste Struktur unter der Haut zu tasten und örtlich auf Druck hin, deutlich erheblich schmerzhaft. Die Diagnose lässt sich anhand von Röntgen- und oder CT Schichtbildern stellen. Eindrucksvoll sind 3D CT Bilder.
Wie wird´s behandelt ? Wenn es sich um Zufallsbefunde handelt und keine Schmerzen bestehen, wird man die Situation beobachten. Besteht infolge Schmerzen ein deutlicher Leidensdruck, ist die Therapie der Wahl die operative Entfernung des Gelenkes. Danach können die verschliessenen Gelenkanteile nicht mehr aneinanderreiben und keine Schmerzen mehr verursachen.
Was bringt die Zukunft ? Nicht zwangsläufig jedes entdeckte coracoklavikuläre Gelenk muss im Laufe des Lebens Probleme bereiten. Haben sich infolge Verschleiss Schmerzen eingestellt, so ist der Schmerz durch Tabletten, Spritzen, Physiotherapie etc. in der Regel nicht wesentlich beeinflussbar und die Operation steht an.
Wie sieht´s nach der OP aus ? In aller Regel kann der Arm direkt nach der Operation frei bewegt werden. Eine Ruhigstellung über mehrere Wochen ist nicht notwendig.
Sie finden uns hier
Unsere weiteren Themen rund um die Schulter:
Schultererkrankungen ( deutsch ): http://www.schulterinfo.de , http://www.schulter.info
Schultererkrankungen ( englisch ): http://www.shoulderinformation.com
Schulterprothesen: http://www.schulterprothesen.net , http://www.schulterprothesen.com , http://www.shoulderprosthesis.com , http://www.prothesenatlas.de
Schultersteife: http://www.schultersteife.de
Schulterspezialisten: http://www.schulterspezialisten.de
Schulteruntersuchung: http://www.schulteruntersuchung.de
Schultervideos: http://www.schultervideo.de
