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Die Schulterarthroskopie

 

Schulterarthroskopie, Operation Schulter, Endoskopie
OP: Arthroskopie der rechten Schulter.

 

Hier erfahren Sie mehr über :
Was ist eine Schulterarthroskopie ?
Warum wird die Schulterarthroskopie durchgeführt ?
Wann wird die Schulterarthroskopie durchgeführt ?
Was kann man bei der Schulterspiegelung sehen ?
Wie wird bei der Schulterarthroskopie gelagert und
wie lange dauert sie ?
Welche Risiken birgt die Schulterarthroskopie ?

 

Was ist eine Schulterarthroskopie ( Definition ) ?
Die "Arthroskopie" der Schulter ist ein operativer Eingriff am Schultergelenk, man blickt dabei "durch´s Schlüsselloch" in das Gelenk. Man bezeichnet sie zu Deutsch auch als "Spiegelung" oder mit einem anderen Begriff, im Fachjargon, als "Endoskopie". Alle Begriffe haben eines gemeinsam: Sie bedeuten, daß man mittels eines Schnittes von ca. 0,5 bis 1cm und unter Verwendung einer Kamera ( die Bilder sieht man während der Operation auf einem Fernsehbildschirm ) in das Schultergelenk blickt.

 

Axillarisnerv, Nervus axillaris

Arthroskopie der Achselhöhle: Blick mit der Kamera von rückwärtig auf den endoskopisch freigelegten Axillarisnerven und seine Begleitgefässe.

 

Es handelt sich bei der Schulterarthroskopie um einen operativen Eingriff, der in Voll- oder Leitungsnarkose ( Betäubung im Hals-/ Nackenbereich, sog. "Skalenusblock" ) durchgeführt wird. Regelmässig werden dabei mehrere Schnitte von ca. 0,5 bis 1 cm angelegt, um die Kamera an verschiedenen Stellen der Schulter zu plazieren ( zwecks Betrachtung unterschiedlicher Regionen des Gelenkes ) oder um Arbeitsinstrumente zu positionieren. Diese Instrumente dienen dazu, unter Kamerasichtkontrolle, Operationen endoskopisch - durch´s Schlüsselloch - an der Schulter durchzuführen. Das klingt elegant - ist bisweilen technisch hoch anspruchsvoll.
Die Arthroskopie ( Gelenkspiegelung ) wird nicht nur an der Schulter, sondern auch an anderen Gelenken des Körpers ( z.B. Ellenbogen, Knie, et cetera ) durchgeführt.
Wie es in einer gesunden Schulter aussieht, sehen Sie hier.

 

 

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Warum wird die Schulterarthroskopie durchgeführt ?
Warum soll man heutezutage überhaupt noch in die Schulter arthroskopisch hineinblicken, wenn es doch so moderne bildgebende Verfahren, wie die Kernspintomographie, die Computertomographie und auch Ultraschalluntersuchungen gibt ?
1. Diese Verfahren sind sehr gut, sie haben aber eine Grenze des Auflösungsvermögens. Das bedeutet: Viele Schäden sind nicht zu erkennen, und zwar die an Strukturen, welche - körperbaubedingt - sehr nahe beieinanderliegen oder welche recht klein sind.
2. Viele Schulterverletzungen und Schultererkrankungen bereiten unter dynamischen Bedingungen Schmerzen und Probleme, d.h. während der Bewegung. Zum Beispiel Kernspintomogramme und Computertomogramme werden in der Röhre im Liegen - ohne Bewegung - und somit unter statischen Bedingungen angefertigt. Sie zeigen folglich dynamische Probleme nicht.
3. Man kann nach der Arthroskopie der Schulter und der damit verbundenen Bestandsaufnahme gleich viele der Schäden im Schultergelenk arthroskopisch beheben. Also schliesst sich nach der Diagnostik sofort die, arthroskopische, Therapie an.

 

Arthroskopie Rotatorenmanschette
Der "Blick durch´s Schlüsselloch" auf die Unterfläche der Muskelmanschette ( Rotatorenmanschette ). Normalzustand ( linkes Bild ), Teilriss an der Unterfläche ( mittleres Bild ), kompletter Riss ( rechtes Bild )

 

Wann wird die Schulterarthroskopie durchgeführt ?
Routinemässig werden heute endoskopische Erweiterungen des Tunnels unter dem Schulterdach ( die "endoskopisch subakromiale Dekompressionen" ) beim "Impingementsyndrom" der Schulter, mittels Arthroskopie, durchgeführt und ein Verschleiss am Schultereckgelenk abgetragen ( sog. arthroskopisch laterale Clavikularesektion )
Bei Schulterausrenkungen kann man das Schultergelenk - wenn es noch nicht all zu oft ausgerenkt war - endoskopisch mittels Nahtankern stabilisieren bzw. bei multidirektional instabilen Patienten die zu weite Kapseltasche der Schulter mittels Arthroskopie raffen.
Weitere Anwendungsgebiete sind die endoskopische Kalkdepotentfernung bei der Tendinosis calcarea oder die routinemässige endoskopische Rotatorenmanschettennaht bei Rissen an der Schulter.
Die Arthroskopie wird unterstützend in der Therapie von Schultersteifen eingesetzt oder auch aus rein diagnostischen Gründen, wenn trotz aller Abklärung ( inklusive Computertomographie oder Kernspintomographie und Abklärung der Nachbarregionen ) die Schulterschmerzen auch noch nach Monaten im Unklaren verbleiben. Nicht selten findet dabei die Arthroskopie den wahren Grund für die Probleme in der Schulter.

 

Was kann man bei der Schulterspiegelung sehen ?
Beispiele von Befunden, welche man bei der Schulterarthroskopie sichtet können Sie sich hier ansehen. Man kann zahlrieche Schulterbinnenstrukturen wie den Knorpelüberzug auf der Schulterpfannne und dem Oberarmkopf kann man beurteilen, also, ob ein Verschleiss vorliegt oder nicht.
Die Sehnen der tiefen Muskel- und Sehnenschicht, der sog. Rotatorenmanschette sind gut beurteilbar daraufhin, ob sie intakt , aufgefasert oder gerissen / defekt sind. Die lange Bizepssehne ist gut einsehbar und auch Schulterkapsel mit ihren Bändern, welche man mit anderen Verfahren wie dem Röntgen oder Kernspintomogramm nicht aussagefähig genug beurteilen kann.
Gut einsehbar ist z.B. auch die Knorpellippe - das sog. Labrum, welches bei Ausrenkungen der Schulter oft abreisst.
Bei der Schulterarthroskopie kann man die Innenstrukturen der Schulter nicht nur sehen, sondern auch ertasten und man kann verschlissene oder gerissene Strukturen in gleicher Operation direkt endoskopisch - durch´s Schlüsselloch - versorgen.

 

Wie wird bei der Schulterarthroskopie gelagert und wie lange dauert sie ?
Eine solche Spiegelung kann in Rücken- oder Seitenlage durchgeführt werden. Die reine Sichtung der Gelenksituation dauert zwischen 3 und 8 Minuten, es schliessen sich meistens, während gleicher Sitzung, der häufig endoskopische oder, selten, offene Eingriff der Schulter an. Die Gesamt OP Dauer beträgt in solchen Fällen zwischen 20 Minuten bis 2 Stunden.

 

Welche Risiken birgt die Schulterarthroskopie ?
Es gelten die allgemeinen Operationsrisiken der Thrombose und Embolie. Dem wird mittels Thrombosespritzen vorgebeugt. Selten kann es zu Infektionen oder Wundheilungsstörungen kommen. In ausgewählten Fällen kann dem mit einer vorbeugenden Antibiotikagabe entgegengewirkt werde. Grössere Blutungen sind ausgesprochen selten. Nerven könnten theoretisch in wenigen Fällen verletzt werden. Im Allgemeinen ist die Schulterarthroskopie ein gut verträgliches und komplikationsarmes Verfahren - in der Hand eines geübten Operateurs.

 

Synonyme für die Schulterarthroskopie:
glenohumerale Arthroskopie, Schulterspiegelung, Schultergelenkspiegelung, ASK Schulter

 

 

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Unsere weiteren Themen rund um die Schulter:

Schultererkrankungen ( deutsch ): http://www.schulterinfo.de , http://www.schulter.info , http://www.kalkdepot.de

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