Kernspintomographie der Schulter
Kernspintomogramm einer Schulter mit deutlichem Gelenkerguss ( weiss ), Blick von vorne
Hier erfahren Sie:
Was ist die Kernspintomographie an der Schulter ?
Wann wird die Kernspintomographie an der Schulter eingesetzt ?
Wie wird die Kernspintomographie an der Schulter durchgeführt ?
Was ist die Kernspintomographie an der Schulter ?
Neben der Bezeichnung "Kernspintomographie" werden auch Begriffe wie "MRI", "MRT" oder "NMR" benutzt. Sie alle bedeuten, daß Schichtbilder im Magnetfeld ( also ohne Röntgenstrahlen ) angefertigt werden. Nun mag man meinen, daß damit das Röntgen zur Abklärung von Schulterproblemen nicht mehr nötig sei. Dem ist aber leider nicht so. Es verhält sich vielmehr so, dass sich Röntgentechnik und Magnetfelduntersuchung ergänzen. Beide stellen jeweils andere Strukturen besser dar, und je nach vorliegendem Schulterproblem wird man die eine oder andere Untersuchungtechnik bevorzugen, um die Abklärung zu vertiefen bzw. sie kombinieren.
Wann wird die Kernspintomographie an der Schulter eingesetzt ?
Mittels Röntgen-
/ CT Technik sind knöcherne Strukturen, wie Bruchstücke bei Oberarmkopfbrüchen,
Pfannenformen, freie Gelenkkörper, u.ä
besser darstellbar. Die Kernspintomographie hingegen erlaubt eine bessere
Darstellung von Weichteilen, wie der Muskelmanschette ( also z.B. Beurteilung
von Rissen ) oder die Einschätzung
des Ausmasses von Durchblutungsstörungen ( bei der Humeruskopfnekrose ). Auch die Kernspintomographie kann mit Kontrastmittelgaben in die Blutbahn oder in die Schulter ergänzen, z.B. zur Abklärung von Tumoren ( sog. MR-Arthrografie ). Dabei stellen sich im Rahmen des sog. Kontrastmittel-Enhancement ( auch KM-Enhancement genannt ) Zonen vermehrter Durchblutung an der Schulter dar.
Bei der direkten MR-Arthrografie wird das Kontrastmittel ( z.B. Gadolinium ) direkt in das Schultergelenk gespritzt. Bei der indirketen MR-Arthrografie spritzt man das Kontrastmittel als sog. Bolus in eine Vene ( Blutader ) und es verteilt sich von dort in das Schultergelenk ).

Kernspintomogramm rechte Schulter, Blick von vorne: Zysten in der Schulterpfanne ( gelbe Pfeile )
als Frühzeichen eines Schulterverschleisses ( Omarthrose )
Wie wird die Kernspintomographie an der Schulter durchgeführt ?
Eine kernspintomographische Untersuchung der Schulter dauert etwa 20 bis 40 Minuten. Dazu muss man, während dieser Zeit, in einer "Röhre liegen. Die gewonnenen Bilder sind als digitale Datensätze auf einer CD verfüg- und auswertbar oder als Papier- bzw. Filmfolienausdrucke.
Blick von vorne auf die rechte Schulter: es handelt sich um einen Riss in der Rotatorenmanschette ( rot eingekreist ).
Gleiche / Ähnliche Begriffe für die Kernspintomographie an der Schulter:
MRT, Magnetresonanztomographie, NMR, MRI, MR-Artrografie, MR-Arthrographie
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